Microsoft räumt Übereifer beim Windows-10-Upgrade ein

Das penetrante Vorgehen von Microsoft bei der Durchsetzung des Upgrades auf Windows 10 hat viele verärgert. Marketing-Chef Chris Capossela hat sich jetzt in einer YouTube-Show für Grenzüberschreitungen entschuldigt. 1

Übereifer? Was für eine realitätsfremde Einschätzung. Microsoft hat seine noch vorhandene Machtstellung durch die weitverbreitete Präsenz auf PCs und Notebooks schamlos ausgenutzt. Abhängige nicht nur zu zwingen, sondern keine Wahl zu lassen, gleicht einer Diktatur. Die zur Seuche gewordene Floskel »Verbesserung der Nutzererlebnisse« löst lediglich Brechreize aus. Von Oben wird bestimmt, was dem Nutzer zu gefallen hat und einem Selbst alle Möglichkeiten der Wertschöpfung eröffnet.

Man habe jedoch letztlich stets nur das Wohl der Anwender im Blick gehabt: „Wir möchten, dass Anwender der Sicherheit zuliebe Windows 10 einsetzen. Wir waren bemüht, nicht allzu aggressiv eine Aktualisierung zu betreiben. Ich denke auch, dass wir im vergangenen Jahr meistens richtig gehandelt haben.“ 1

Das »Wohl« besteht darin, die Anwender weitreichend zu gängeln, ihnen die Selbstbestimmung zu rauben, sie undurchschaubar zu überwachen und vor allem, zu belügen! Sicherheit und Windows passt wie eine spanisch sprechende Kuh zueinander.

Nur in einem Punkt beweist Microsoft »…meistens richtig gehandelt [zu] haben«. Freiwillig wären kaum mehr als eine homöopathische Menge gewechselt; wenn Windows 10 gar kostenpflichtig gewesen wäre, wohl noch weniger. Dieser unterschwellige Zwang ist die Sklaverei 2.0.

Mit etwas Nachdenken wäre der heftige Gegenwind zu erwarten gewesen. Sich dennoch wie ein instinktgetriebenes Raubtier zu verhalten und vor lauter Gier selbst die eigene Rasse zu fressen, erlaubt nur eine Schlussfolgerung: Kaltblütig kalkuliert!

Die jetzige »Entschuldigung« dürfte zum Plan gehören und damit seit Langem in der Schublade liegen. Wenn der Sturm in Vergessenheit geraten ist, reumütig zu Kreuze kriechen, untergräbt Verstimmungen und alarmiert das schlechte Gewissen bei den ablehnenden Nutzern.

Mit dieser Gebärde offenbart sich Microsoft endgültig als Ekel erregendes Furunkel!

Operationen zur Entfernung verlaufen teilweise durchaus kompliziert und unter höchsten Schwierigkeiten. Aber: Niemand stirbt daran!

Mein Notebook läuft bereits unter Linux 2. Auf dem PC 3 wird es Windows 7 ersetzen, wenn genutzte Programme dessen Unterstützung verweigern.

Doch wo facebook, WhatsApp, Amazon und Android regen Zulauf verzeichnen, wäre Microsoft doch mit dem Klammerbeutel gepudert 4, nütze es nicht ebenso die nur noch fiktive Intelligenz der Verbraucher aus. Damit ist nicht die wirklich faszinierende Schwarmintelligenz gemeint, sondern gleicht dem oft herangezogenem Verhalten der Lemminge, die sich angeblich 5 ohne Hinterfragen jede Klippe hinunter stürzen.

Mit meinen Worten: Dummheit muss bestraft werden!


  1. Quelle: Microsoft räumt Übereifer beim Windows-10-Upgrade ein heise online 
  2. Linux Mint, hier fühlt man sich als Windows Nutzer von Beginn an wohl. 
  3. Mein Windows braucht keine Updates mehr beschreibt die Unzurechnungsfähigkeit von Microsoft. 
  4. Mit der Erklärung bei GEOlino ist der Zusammenhang hoffentlich verständlich. 
  5. Der Massenselbstmord bedingt sich im Überlebensinstinkt, trifft demnach sowohl auf Microsoft, als auch auf undifferenzierte Nutzer zu. 

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