FaceTime am Steuer: Klage gegen Apple nach tödlichem Autounfall

Eine US-Familie hat Apple wegen “grober Fahrlässigkeit” auf Schadenersatz verklagt: Der iPhone-Hersteller sperrt FaceTime nicht für die Nutzung im Straßenverkehr, so der Vorwurf – obwohl sich das Unternehmen die Technik bereits schützen ließ.1

Ohne Zweifel ist der auslösende Anlass unbeschreiblich Traurig. Selbst die Intention ist nachvollziehbar. Wird Apple bezüglich der beklagten Punkte verurteilt, dürfte die Familie zumindest mit erheblich mehr Geld rechnen, als sie von dem Unfallverursacher herausquetschen könnte.

Damit wird aber ein verhängnisvoller Trend bestärkt, der vielmehr eine Schere ist, die weiter auseinander klafft: Vehement erwehren wir uns der Überwachung und immer tiefer greifender Einflussnahme in unsere Selbstbestimmung, wälzen hingegen Verantwortung ab, wenn wir uns Vorteile davon erhoffen.

Der Unfallverursacher sollte sein ganzes Leben dafür büßen und am Existenzminimum leben; den Tod der Tochter für den persönlichen Reibach nutzen, ist ein verheerendes Zeichen.


  1. Quelle: FaceTime am Steuer: Klage gegen Apple nach tödlichem Autounfall | Mac & i 

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